Wie diese Freundschaft ist
Waage und Schütze finden meist schnell zueinander. Oft beginnt es mit einem Gespräch, das länger dauert als geplant: Die Waage (Element Luft, steht für Austausch und Abwägen) fragt interessiert nach, der Schütze (Element Feuer, steht für Begeisterung und Tatendrang) erzählt von der nächsten Reise oder einer neuen Überzeugung. Im Tierkreis liegen die beiden Zeichen 60 Grad auseinander. Astrologen nennen das ein Sextil, eine freundliche Verbindung, in der sich die Elemente eher anregen als stören. Luft gibt dem Feuer Nahrung, und das Feuer bringt die Luft in Bewegung.
Gemeinsam haben beide Neugier auf Menschen und eine Offenheit nach außen, die man in der Astrologie "yang" nennt. Unterschiedlich ist ihr Tempo, und das zeigt die Modalität, also die Art, wie ein Zeichen mit Veränderung umgeht. Die Waage ist kardinal: Sie setzt gern Anstöße und macht den Vorschlag für den Abend. Der Schütze ist veränderlich: Er passt sich an, improvisiert und bringt spontan noch zwei Bekannte mit. Meist klappt das erstaunlich gut, weil die Waage vermittelt und der Schütze für gute Laune sorgt.
In schweren Zeiten ergänzen sie sich ebenfalls. Der Schütze, geprägt von Jupiter, dem Planeten für Zuversicht, macht Mut und rückt Dinge ins Verhältnis. Die Waage, geprägt von Venus, hört zu und sucht nach einem fairen Blick auf alle Seiten. Wie gut das im Einzelfall gelingt, zeigt erst das ganze Geburtshoroskop, vor allem Mond (Gefühle) und Merkur (Denken und Sprechen), denn sie sagen mehr als das Sonnenzeichen allein.
Was sie verbindet
Eine große Stärke dieser Freundschaft ist die Leichtigkeit. Waage und Schütze müssen sich selten erklären, warum sie gern Zeit miteinander verbringen. Beide mögen Gespräche über Gott und die Welt, und beide brauchen dabei keine Pausenfüller. Die Waage bringt Takt, Geschmack und ein Gespür für Stimmungen mit. Der Schütze bringt Mut, Humor und die Lust, Neues auszuprobieren. Dadurch öffnet er der Waage Türen, die sie allein vielleicht nicht aufstoßen würde, während sie ihm hilft, sein Auftreten bei anderen gut ankommen zu lassen.
Auch Ehrlichkeit hat hier ihren Platz: Der Schütze sagt offen, was er denkt, und die Waage kann es meist in eine Form bringen, die andere annehmen. Außerdem gönnen sich beide Freiraum. Niemand fühlt sich schnell eingeengt, und das hält die Freundschaft über lange Zeit entspannt.
Wo es reibt
Reibung entsteht vor allem bei Direktheit und Entscheidungen. Der Schütze sagt gern geradeheraus, was ihm durch den Kopf geht, und merkt nicht immer, dass ein Satz sticht. Die Waage legt Wert auf Harmonie und schluckt Ärger zunächst hinunter, bis er sich irgendwann doch zeigt. Dann wirkt sie plötzlich kühl, und der Schütze versteht die Welt nicht mehr.
Auch beim Planen ziehen sie nicht immer am selben Strang. Die Waage wägt lange ab und möchte, dass es für alle passt. Der Schütze will losziehen und ist schnell ungeduldig. Manchmal sagt er spontan zu und vergisst die Absprache, was die Waage enttäuscht. Umgekehrt kann ihre Unentschlossenheit ihn nerven.
Beide können außerdem Konflikten ausweichen: Sie lenken ab, scherzen oder verschieben das Gespräch. So bleibt manches Thema länger liegen, als gut ist.
So bleibt die Freundschaft stark
Sprecht Ärger früh an, solange er klein ist. Die Waage darf ruhig sagen, was sie stört, auch wenn es unbequem wirkt. Der Schütze kann üben, vor einer offenen Bemerkung kurz zu überlegen, wie sie ankommt. Bei Verabredungen hilft eine einfache Regel: Die Waage nennt zwei Vorschläge statt zehn, der Schütze sagt erst zu, wenn er den Termin wirklich im Kalender hat.
Plant regelmäßig etwas Gemeinsames, das beiden gefällt, zum Beispiel eine Ausstellung, einen Ausflug oder ein neues Restaurant. So trifft Schönheit auf Abenteuer. Gebt euch außerdem Raum für eigene Freundeskreise, ohne beleidigt zu sein. Und wenn einer von euch schweigt, fragt nach, statt zu rätseln.