Wie diese Freundschaft ist
Oft beginnt diese Freundschaft über etwas, das Gefühl und Ausdruck braucht: Musik, ein Theaterkurs, ein Filmabend oder ein kreatives Projekt. Der Löwe fällt meist zuerst auf, weil er Raum einnimmt und gern Gastgeber ist. Die Fische bemerken eher die Person am Rand, und genau dort entsteht häufig der erste echte Satz. Der Löwe fühlt sich gesehen, die Fische fühlen sich eingeladen.
Auf dem Papier haben die beiden wenig gemeinsam. Der Löwe gehört zum Element Feuer, die Fische zum Element Wasser. Der Löwe ist fix, das heißt, er hält an Entscheidungen fest. Die Fische sind veränderlich und passen sich Stimmungen und Umständen an. Astrologen nennen diese Beziehung ein Quincunx: Die Zeichen liegen fünf Zeichen auseinander, teilen weder Element noch Wesensart und müssen sich deshalb immer wieder neu aufeinander einstellen. Das kostet Mühe, hält aber auch neugierig.
Im Alltag kann das so aussehen: Der Löwe plant für Samstag um zehn einen Ausflug, die Fische sagen zu, kommen zwanzig Minuten später und haben eine schönere Idee für den Nachmittag. Gespräche gelingen, wenn der Löwe erzählt und die Fische zuhören, aber auch die Fische brauchen Platz für ihre Gedanken. In schweren Zeiten packt der Löwe praktisch an, während die Fische trösten, ohne zu bewerten. Dein ganzes Geburtshoroskop, besonders Mond (Gefühlswelt) und Merkur (Denken und Sprechen), sagt übrigens mehr als die Sonnenzeichen allein.
Was sie verbindet
Diese Freundschaft kann sehr großzügig sein. Der Löwe gibt gern: Zeit, Aufmerksamkeit, Einladungen, Ermutigung. Die Fische spüren oft, was in einem Menschen vorgeht, und sagen genau das Richtige, auch wenn gar nichts gesagt wurde. So fühlt sich der Löwe verstanden, ohne sich erklären zu müssen.
Beide haben außerdem einen Sinn für das Schöne. Der Löwe liebt die Bühne und das Spiel, die Fische bringen Fantasie, Humor und ein Gespür für Stimmungen mit. Zusammen entstehen leicht Ideen, die allein nicht entstanden wären, etwa ein Fest, ein Kunstprojekt oder eine verrückte Reise.
Hinzu kommt eine weiche Art der Unterstützung. Der Löwe gibt den Fischen Mut, den ersten Schritt zu tun. Die Fische erinnern den Löwen daran, dass Stärke auch Zuhören und Nachgeben heißen darf. Viele erleben diese Mischung als wohltuend.
Wo es reibt
Schwierig wird es, wenn der Löwe Klarheit und Anerkennung erwartet und die Fische ausweichen. Fische sagen ungern direkt Nein, sondern werden vage, verschieben oder ziehen sich zurück. Der Löwe liest das schnell als Desinteresse und fühlt sich gekränkt, auch wenn es so nicht gemeint war.
Umgekehrt können die Fische sich von der Wucht des Löwen überrollt fühlen. Ein Löwe, der Pläne durchsetzt oder bei Kritik stolz wird, wirkt auf empfindliche Fische schnell hart. Sie schweigen dann, statt etwas zu sagen, und der Ärger wächst unter der Oberfläche.
Auch das Tempo unterscheidet sich. Der Löwe will Verbindlichkeit, die Fische brauchen Freiraum zum Träumen und Treibenlassen. Und weil die Zeichen wenig gemeinsam haben, entstehen leicht Missverständnisse, die beide erst spät bemerken. Das ist lösbar, verlangt aber ausdrückliche Gespräche.
So bleibt die Freundschaft stark
Sprecht Wünsche ruhig aus, statt auf Zeichen zu hoffen. Der Löwe kann fragen, wie es den Fischen wirklich geht, und dann einmal nur zuhören. Die Fische können üben, ein Nein oder ein Vielleicht klar zu benennen, am besten freundlich und früh.
Plant sowohl feste als auch lockere Treffen. Ein Termin mit klarem Ablauf gibt dem Löwen Sicherheit, ein freier Nachmittag ohne Programm gibt den Fischen Luft. Wechselt euch beim Aussuchen ab.
Lobt einander ehrlich. Der Löwe blüht bei Anerkennung auf, die Fische bei Feingefühl und Verständnis. Wenn es kracht, gebt euch einen Tag Abstand und sprecht dann in Ruhe. Und schaut gern auf eure Mondzeichen, denn sie zeigen oft, wie jeder von euch Nähe wirklich braucht.