Wie diese Freundschaft ist
Zwei Stiere finden meist über gemeinsame Gewohnheiten zueinander: dasselbe Café, derselbe Arbeitsweg, ein Kochkurs oder ein Gemeinschaftsgarten. Anfangs wirkt das unspektakulär. Beide beobachten erst einmal, wägen ab und lassen sich Zeit, bevor sie jemanden näher an sich heranlassen. Nach ein paar Monaten steht dann plötzlich ein fester Termin, etwa das Frühstück am Samstag, und beide merken, dass sie ihn nicht mehr missen möchten.
Der Stier gehört zum Element Erde, das für Praktisches, Körperliches und Greifbares steht. Dazu kommt die Modalität „fix“. So nennt man in der Astrologie die Art, wie ein Zeichen mit Veränderung umgeht: Fixe Zeichen halten an dem fest, was sich bewährt hat. Regiert wird der Stier von der Venus, dem Planeten für Genuss, Schönheit und Wertschätzung. Deshalb planen die beiden gern etwas Gutes, zum Beispiel ein langes Essen, einen Flohmarktbummel oder einen Spaziergang mit Picknick. Gespräche verlaufen gemächlich und ohne Drama, und niemand muss ständig etwas Neues bieten.
Wird es schwer, zeigt sich die Stärke dieser Verbindung. Statt vieler Worte kommt jemand mit Suppe vorbei, hilft beim Umzug oder sitzt einfach dabei. Beide schätzen Taten mehr als Versprechen. Wer Hilfe braucht, sollte es allerdings aussprechen, denn Stiere tragen vieles lieber still mit sich herum. Wie genau eure Freundschaft aussieht, verraten übrigens erst die ganzen Geburtshoroskope, vor allem Mond (Gefühlswelt) und Merkur (Denk- und Redeweise), nicht das Sonnenzeichen allein.
Was sie verbindet
Zwei Stiere wissen, was sie an einem Menschen haben, und zeigen das durch Beständigkeit. Eine Verabredung gilt, ein Geheimnis bleibt sicher, und wer anruft, bekommt meist eine ehrliche, bodenständige Antwort. Man muss sich nicht verstellen, denn beide mögen es unaufgeregt und schätzen es, wenn der andere einfach so ist, wie er ist.
Dazu kommt ein gemeinsamer Sinn für Genuss. Ob gutes Brot, ein gemütlicher Abend oder ein schön eingerichteter Raum: Beide haben ein Gespür dafür, was sich gut anfühlt, und nehmen sich die Zeit dafür. Auch bei praktischen Dingen ergänzen sie sich, etwa beim Planen eines Ausflugs, beim Renovieren oder beim gegenseitigen Rat, ob sich eine Anschaffung lohnt. Weil beide Vertrauen langsam aufbauen, hält es oft über viele Jahre und übersteht auch Phasen mit wenig Kontakt.
Wo es reibt
Das Gegenstück zur Beständigkeit ist Sturheit. Wenn zwei Stiere unterschiedlicher Meinung sind, bewegt sich manchmal keiner. Dann wird aus einer kleinen Frage, etwa welches Restaurant es sein soll, ein stiller Stellungskrieg. Gestritten wird selten laut, eher schweigt man beleidigt, und das kann sich ziehen.
Auch Bequemlichkeit kann bremsen. Wenn beide lieber auf dem Sofa bleiben, passiert wenig Neues, und die Freundschaft kann in Gewohnheit erstarren. Besitzdenken ist ein weiteres Thema: Stiere hängen an Menschen und Dingen und können eifersüchtig reagieren, wenn der andere neue Freunde gewinnt. Außerdem sprechen beide ungern über unangenehme Gefühle. Der Skorpion liegt im Tierkreis genau gegenüber, er steht für Tiefe und Wandel, und genau das fehlt hier manchmal: der Mut, Ungesagtes anzusprechen.
So bleibt die Freundschaft stark
Plant bewusst etwas Unbekanntes ein, zum Beispiel einmal im Monat einen Ort oder ein Gericht, das keiner von euch kennt. So bleibt die Gemütlichkeit lebendig. Wenn ihr merkt, dass ihr festhängt, hilft eine einfache Regel: Wer beim letzten Mal entschieden hat, überlässt dem anderen diesmal die Wahl.
Sprecht Ärger früh und in kurzen Sätzen an, bevor er sich staut. Ein ruhiges „Mich hat gestört, dass …“ reicht oft schon. Gönnt euch gegenseitig andere Freundschaften und seht sie nicht als Konkurrenz. Und zeigt ruhig auch mal in Worten, dass ihr den anderen schätzt, denn beide neigen dazu, das nur durch Taten auszudrücken.